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December 11, 2005

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Die Vorteile von Biomasse liegen in ihren vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten zur Energieerzeugung wie auch zur Herstellung von Kraftstoffen. Die Nachteile - ihre Verteilung auf große Flächen und ihr großes Volumen bzw. ihre geringe Energiedichte - machen eine wirtschaftliche Verwertung oft unmöglich. Ein im Forschungszentrum Karlsruhe entwickeltes Verfahren namens "bioliq" könnte dieses Problem zumindest im Hinblick auf die Kraftstoffherstellung lösen. Im neuen "bioliq"-Verfahren (Biomass to Liquid) wird in einer ersten Stufe aus der anfallenden Biomasse durch Schnellpyrolyse als Zwischenprodukt eine Suspension hergestellt, die in ihrer Energiedichte mit Rohöl vergleichbar ist und wirtschaftlich zur zentralen Anlage transportiert werden kann. Dort wird die Mischung (der sogenannte "Slurry") in einem speziellen Flugstromvergaser zu einem teerfreien Synthesegas umgewandelt. Aus dem Synthesegas lassen sich in weiteren Schritten Synthesekraftstoffe herstellen. Die entstehenden Kraftstoffe sind reiner, umweltverträglicher und leistungsstärker als herkömmliche, auf Erdöl basierende Kraftstoffe. Am "bioliq"-Verfahren sind zwei Industriepartner maßgeblich beteiligt: Die Firma Lurgi AG (Frankfurt/M) bei der Übertragung des für andere Zwecke entwickelten Verfahrens der Schnellpyrolyse auf den Einsatzstoff Biomasse und die Firma Future Energy (Freiberg/Sachsen) bei der Flugstrom-Druckvergasung. Mehrere Automobilhersteller haben Interesse an dem High-Tech-Kraftstoff zur Entwicklung noch emissionsärmerer Hochleistungsmotoren mit geringerem Kraftstoffverbrauch bekundet. Großes Interesse an einer Übernahme besteht auch in China. Alle Einzelschritte wurden vom Forschungszentrum entwickelt und bereits erprobt. Der Gesamtprozess soll nun in einer Pilotanlage durchgeführt werden, mit deren Bau Anfang November auf dem Gelände des Karlsruher Zentrums begonnen wurde. Gefördert wird der Bau der Anlage, die teilweise vom Forschungszentrum und von den beteiligten Industrieunternehmen finanziert wird, mit zunächst rund zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Verbraucherschutz (BMVEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. www.fzk.de www.lurgi.de www.future-energy.de
Categories: Erneuerbare

December 7, 2005

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Bei Sabalan in der iranischen Provinz Ardebil am Kaspischen Meer wird das erste geothermische Kraftwerk des Landes gebaut. Bemühungen des iranischen Energieministeriums, die beträchtlichen geothermischen Ressourcen des Landes zu erforschen und für die Stromerzeugung wie zur direkten Wärmegewinnung zu nutzen, begannen bereits im Jahr 1975 mit einem Kooperationsprogramm mit dem italienischen Ente Nazionale per L'Energia Elettrica (ENEL-Italy). In den 90er Jahren wurden das Electric Power Research Center (EPRC) und die Renewable Energy Organization of Iran (SUNA) gegründet und in Folge davon mehrere Gebiete in der Sabalan-Region als erfolgversprechend ausgewiesen. Das geplante Kraftwerk soll bis zu 500 MW erzeugen und dazu beitragen, die ehrgeizigen Regierungspläne zu verwirklichen, die einen langsamen Ersatz fossiler Brennstoffe bei der Energieerzeugung vorsehen. Die gesamte geothermische Stromerzeugungs-Kapazität Irans wird auf mindestens 6.000 MW geschätzt. (Quelle: Mehr News Agency, International Geothermal Association)
Categories: Erneuerbare

December 2, 2005

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Seit fünf Jahren besteht in Indien das Mithradham Renewable Energy Centre, ein Ausbildungs- und Trainingszentrum zur Förderung erneuerbarer Energien, speziell Solarenergie. Im Oktober wurde der Verein zur Förderung entwicklungswichtiger Vorhaben (VeV e.V.), Stuttgart, der maßgeblich am Aufbau des Zentrums beteiligt war, mit dem Deutschen Solarpreis 2005 ausgezeichnet. Der Deutsche Solarpreis wird seit 1994 jährlich von EUROSOLAR, der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien, an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie an Organisationen vergeben, die sich besonders um die Nutzung der Sonnenenergie verdient gemacht haben. Es werden herausragende innovative Projekte und Initiativen von Anwendungen erneuerbarer Energien in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Das Erneuerbare-Energien-Zentrum in Mithradham im indischen Bundesstaat Kerala ist die erste Institution dieser Art in Indien, die ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben wird und somit eine Vorbildfunktion für die gesamte Region besitzt. Eine Reihe von Demonstrationsanlagen, die in Ausbildungskonzepte eingebunden sind, zeigen, wie die Lebenssituation der Bevölkerung durch die Nutzung erneuerbarer Energien dauerhaft verbessert werden kann, wobei der Schwerpunkt auf Photovoltaikinstallationen, der Nutzung von Biomasse und der solaren Trocknung von Pflanzen und Früchten liegt. Die Qualifizierung der Bevölkerung stellt dabei sicher, dass die verfolgten Ansätze nachhaltig funktionieren. Die Photovoltaik-Systeme in Mithradham wurden von der deutschen Firma Würth Solar GmbH & Co. KG installiert, das solare Trocknungssystem von der deutschen Universität Hohenheim entwickelt. www.eurosolar.org www.mithradham.org
Categories: Erneuerbare

November 24, 2005

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Das Unternehmen SunTechnics (Hamburg) erhält den Auftrag zur schlüsselfertigen Installation der größten Solarstromanlage Südkoreas. Dank einer Gesamt-Spitzenleistung von 1,2 Megawatt kann die Freiflächen-Anlage auf einer ehemaligen Mülldeponie südwestlich von Seoul künftig über 300 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Die Anlage wird mit dem Partner Korea Cottrell Co. Ltd. errichtet, einem koreanischen Traditionsunternehmen, das auf Design, Engineering und Bau von Umweltsystemen für Energieunternehmen sowie die Stahl- und Chemieindustrie in Asien spezialisiert ist. Baubeginn ist Anfang November, noch in diesem Jahr soll die Anlage ans Netz gehen. Südkorea zählt zu den weltweit vielversprechendsten solaren Wachstumsmärkten. Um die hohe Abhängigkeit vom Ölimport abzumildern, hat die südkoreanische Regierung ein attraktives Marktanreizprogramm zum Ausbau erneuerbarer Energien aufgelegt. Ähnlich wie in Deutschland wird der Bau von Solaranlagen mit zinsgünstigen Krediten gefördert und jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom mit umgerechnet 58 Cent garantiert für 15 Jahre vergütet. Darüber hinaus werden Investitionskostenzuschüsse gezahlt. 2005 wird SunTechnics Photovoltaikanlagen mit einer Gesamt-Spitzenleistung von etwa 60 Megawatt für ihre Kunden auf vier Kontinenten in Betrieb nehmen. Das Unternehmen ist damit der weltweit führende solare Systemanbieter. Neben der Etablierung im asiatischen Markt realisiert SunTechnics zurzeit auch die ersten Projekte in Australien und den USA. www.SunTechnics.de
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November 18, 2005

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Die deutsche SCHOTT AG aus Mainz hat einen Großauftrag zur Lieferung von 19.300 Solar-Receivern aus den USA erhalten. Die Receiver werden das Herzstück eines Parabolrinnenkraftwerks bilden, das in Boulder City im US-Bundesstaat Nevada entstehen wird. Das 64-Megawatt-Kraftwerk soll im Juni 2007 ans Netz gehen und wird dann 40.000 Haushalte mit Strom versorgen. Neun solarthermische Kraftwerke produzieren seit 15 Jahren in der kalifornischen Mojave-Wüste Solarstrom mit einer Gesamtleistung von 354 Megawatt. Für diese Kraftwerke lieferte SCHOTT bereits hochwertige Spezialglasröhren als Hüllen für die Receiver. Im Jahr 2004 führte SCHOTT einen neuen Komplett-Receiver mit deutlich verbesserter Qualität in den Markt ein, der nun für das geplante Parabolrinnenkraftwerk in Nevada am Produktionsstandort Mitterteich in Bayern in Serie gefertigt wird. Projektpartner von SCHOTT für das neue Kraftwerk ist das amerikanische Unternehmen Solargenix. Die Realisierung des Kraftwerks in Nevada gilt in der Fachwelt als Initialzündung für die solarthermische Kraftwerkstechnologie. SCHOTT ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Solarindustrie. Der internationale Technologiekonzern bietet Komponenten für nahezu alle Anwendungsgebiete der Photovoltaik und Solarthermie. Zum 1. Oktober hatte das Unternehmen den 50-Prozent-Anteil der RWE an dem bisherigen Joint Venture RWE SCHOTT Solar GmbH (Alzenau) übernommen. www.schott.de

November 7, 2005

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Im neuen EU-Projekt BIOPROS trägt der Anbau von schnell wachsenden Gehölzen in sogenannten Kurzumtriebsplantagen gleichzeitig zur Produktion nachwachsender Rohstoffe und zur Abwasserentsorgung bei. Für die Bewässerung der Energiepflanzen werden Abwässer verwendet. Die Pflanzen erhalten so wertvolle Düngung und können optimal gedeihen. Nach einer kurzen Wachstumsphase werden Bäume - zum Beispiel Weiden oder Pappeln - geerntet und als nachwachsender Rohstoff genutzt. An diesem Projekt nehmen 25 Organisationen aus zwölf europäischen Ländern teil. Die Koordination liegt bei der Europäischen Vereinigung der Biomasse Industrie EUBIA (European Biomass Industry Association). Unter dem Namen BIOPROS - "Solutions for the safe application of wastewater and sludge for high efficient biomass production in Short-Rotation-Plantations" - werden die europäischen Partner gemeinsam forschen und ihr Wissen gezielt an Landwirte und Ingenieure weitergeben. Dieses von der Europäischen Kommission mit über zwei Millionen Euro finanzierte "Collective Research"-Projekt soll innerhalb von drei Jahren offene Fragen über den sicheren Einsatz kommunaler und bestimmter industrieller Abwässer und Klärschlämme zur Düngung und Bewässerung in Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen beantworten. An der Forschung beteiligt ist unter anderen das Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven (ttz Bremerhaven), das bereits an zwei anderen EU-Projekten im Bereich ökologischer Abwasserreinigung und kombinierter Biomasseproduktion arbeitet. In einem geht es um den Einsatz von Kurzumtriebsplantagen im südostasiatischen Raum, im anderen um die Entwicklung eines Prototypen für ein effizientes und sicheres Bewässerungssystem mit Abwässern. www.eubia.org www.ttz-bremerhaven.de
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January 1, 1970

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