Die Industrienationen stellen nur 24 % der Weltbevölkerung dar, verbrauchen jedoch 65 % der konventionellen Energieträger bzw. 75 % der weltweit erzeugten Elektrizität. Quelle: BMU
Mit den Bemühungen vieler Entwicklungs- und Schwellenländer auf einen westlichen Lebensstandard aufzuschließen, wird auch der weltweite Energieverbrauch weiter stark zunehmen. Demgegenüber ist nicht zu erwarten, dass die Industrienationen ihren Verbrauch drastisch senken werden. Allein in den Jahren 1970 bis 2000 hat sich der Primärenergieeinsatz nahezu verdoppelt. Ein ähnlicher oder gar verstärkter Trend lässt sich nicht mit den endlichen Energieträgern vereinen.
Ungeachtet dessen, wann fossile Energieträger erschöpft sein werden, werden die Energiepreise mittelfristig stark ansteigen. Bereits jetzt können nur noch schwer zugängliche und mit vermehrten Kosteneinsatz verbundene Energieresourcen genutzt werden. Der ungleichmäßige Verbrauch führt schon heute so sozialen Spannungen und politischen Konflikten, die sich weiter verschärfen, oder gar eskalieren können.
In vielen Regionen der Erde stehen diese Konflikte auch in direktem Zusammenhag zum Wassermangel, der noch existenzbedrohender ist und dem wiederum nur durch rationellen Energieeinsatz entgegengewirkt werden kann.
Die Potentiale, die Energiekrise und ihre Folgen zu umgehen, sind vorhanden und auch durch bestehende Techniken bereits nutzbar. Als Ursprung für ein außerordentlich großes Angebot an unerschöpflichen Energiequellen auf unserem Planeten gilt in erster Linie die Sonne.